ERFAHRUNGEN NUTZBAR MACHEN
11.07.2016

Miriam Reichmuth

Bei der Wissensverwaltung gilt es als wichtigstes Ziel, das Wissen von denjenigen Personen, die es besitzen, an diejenigen Personen zu übermitteln, die es brauchen.

Traditionell setzen Wissensmanagementsysteme dabei auf die Erfassung von Wissen durch die Nutzer, indem Inhalte anhand von mühseligen Prozessen verfasst, genehmigt und veröffentlicht werden. Dieser Ansatz ermöglicht die Übermittlung von explizitem Wissen wie Berichten, Datenbanken, Dokumenten, Richtlinien, Verfahrensweisen usw.

Doch explizites Wissen ist nur die Spitze des Eisbergs im Vergleich zum gesamten, in einem Unternehmen vorhandenen Wissen. Es ist einfach, innerhalb einer Wissensgemeinschaft eine Suche durchzuführen und die Standardvorgehensweisen oder Regeln eines Unternehmens für ein bestimmtes Thema zu finden. Weniger einfach ist es, genau herauszufinden, wie jemand einen Prozess durchschritten oder dabei auftretende Schwierigkeiten überwunden hat.

Die meisten Ideen, Gedanken und Informationen, die die Mitarbeitenden haben, stammen aus ihren Erfahrungen und existieren ausschliesslich in ihren Köpfen. Das bedeutet, dass jeder Mitarbeitende eines Unternehmens eine wahre Fundgrube für Wissen ist. Dieses latente, unstrukturierte und unschätzbar wertvolle Wissen ist das implizite Wissen.

Aber warum wird es nicht von jedem Unternehmen genutzt, wenn es doch so wertvoll ist?

Die Antwort ist einfach: Implizites Wissen und stille Expertise existieren versteckt und sind schwer zu erfassen. Traditionell wurde implizites Wissen nur verbal ausgetauscht, entweder zwischen zwei Personen oder bei zeitaufwendigen Besprechungen und ressourcenlastigen Schulungen. Da geografische und strukturelle Hindernisse die freie Verbreitung von Wissen einschränken, mussten Mitarbeitende bis jetzt auf Glück und ein gutes Beziehungsnetzwerk vertrauen, um die benötigte Expertise ausfindig zu machen.

Doch wie kann man Expertise besser zugänglich machen?

Die Kanalisierung von informellen Diskussionen in einem kooperativen Arbeitsumfeld ist ein guter Anfang, Dazu müssen Bürogespräche und wahllos verschickte Massen-E-Mails durch ein einziges, gut integriertes Werkzeug ersetzt werden, das für jede Situation automatisch die richtige Person findet. Wenn ausnahmslos jedes Mal der passende Experte angesprochen wird, versetzt dies die Mitarbeitenden in die Lage, Lösungen mit höherer Qualität bereitzustellen.

Dann kommt es darauf an, das Werkzeug skalierbar zu machen: Die Dokumente müssen nicht mehr verwaltet, die Inhalte nicht mehr moderiert werden. Da das bereits geteilte Fachwissen systematisch erfasst und automatisch auf dem aktuellen Stand gehalten wird, brauchen die Fachleute die gleiche Frage nicht wieder und wieder beantworten. Sobald eine bestimmte Situation erneut auftritt, können die Mitarbeitenden auf die relevante Information zugreifen. Gleichzeitig verringern sich damit der Zeitaufwand und die Gesamtkosten.

Von der erfolgreichen Nutzung von stillem Wissen, das eine kaum zu überschätzende, wertvolle Informationsquelle darstellt, und von der nahtlosen Verbreitung des Wissens profitiert jedes Unternehmen: durch höhere Effizienz, durch die Förderung von Innovationen und durch verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.

Erfahren auch Sie, wie sich das kombinierte Fachwissen in Ihrem Unternehmen nutzen lässt, indem Sie das stille Wissen Ihrer Mitarbeitenden an die Oberfläche holen. Fordern Sie noch heute eine Live-Demo von Starmind an.

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